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Letzte Aktualisierung:
05.02.2012

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2 Tage Übung der FB 2 im
Landkreis Hameln-Pyrmont

Warum waren mehr als 120 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Hildesheim am Wochenende in Hameln und Bad Pyrmont unterwegs? Immer wieder sahen Mitbürger des Nachbarlandkreises den langen Konvoi mit 19 roten Löschfahrzeugen und den zahlreichen blinkenden Blaulichtern. Die Frage ließ sich schnell beantworten: Die Feuerwehrbereitschaft 2 (FB 2) des Landkreises Hildesheim führte eine Zwei-Tage-Übung durch. „Es ist immer sehr schwierig, geeignete Übungsobjekte für eine etwa 120 Feuerwehrleute umfassende Bereitschaft zu finden“, erklärte Oberbrandmeister Heinrich Heipke aus Nordstemmen, Mitglied der FB 2-Führungsgruppe und ehemaliger Ortsbrandmeister in Sibbesse. So sei man über Möglichkeiten in anderen Kreisen sowie über die gute Zusammenarbeit mit den dortigen Ansprechpartnern sehr dankbar. Der FB 2 gehören Freiwillige Feuerwehren aus den Gemeinden Elze, Gronau, Sibbesse und Nordstemmen an. Aus der Samtgemeinde Sibbesse sind die Ortsfeuerwehren Adenstedt, Almstedt und Westfeld vertreten. „Bei dieser zweitägigen Übung sind 119 Feuerwehrmänner und –frauen mit 19 Fahrzeugen der FB 2 dabei“, berichtete Heipke. Weiterhin kämen die Kameraden des Versorgungszuges des Landkreises Hildesheim mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften hinzu. Auch die ortsansässigen Feuerwehren seien bei den Übungen stets mit eingebunden. Abfahrt Richtung Hameln war am späten Freitagnachmittag. In Hameln später erhielt dann die FB 2-Führungsgruppe die Übungsaufgabe mitgeteilt. Heinrich Heipke übernahm die Einsatzleitung und koordinierte seine Einsatzkräfte für die angenommene Waldbrandbekämpfung. Im Wald mussten 16 verletzte Personen gesucht, geborgen und versorgt werden. Weiterhin wurde eine Wasserversorgung aufgebaut. Dazu wurden zwei Schlauchleitungen von rund 1000 Meter Länge verlegt. Gegen 21 Uhr hieß es dann: Menschenrettung  und Waldbrandbekämpfung erfolgreich durchgeführt. Übungsende! Die Einsatzkräfte sammelten sich, brachten die Ausrüstung wieder in Ordnung und fuhren im Konvoi nach Bad Pyrmont. Dort hatte der Versorgungszug des Landkreises Hildesheim bereits Zelte mit Feldbetten aufgestellt und ein Abendessen vorbereitet. Nachdem alle Kameraden ihr Quartier bezogen und sich gestärkt hatten, war Kameradschaftspflege angesagt. Gemütlich wurden noch einige Stunden vor den Zelten geplaudert. Am Samstagmorgen um 6 Uhr wurden die Brandschützer geweckt. Mit heißem Kaffee und frischen Brötchen konnten sich die Feuerwehrleute stärken. Das Gepäck und die Gerätschaften wurden anschließend auf den Löschfahrzeugen verstaut. Nun hieß es erst einmal: Warten auf den Einsatzbefehl. So ging schließlich gegen 8.45 Uhr die Einsatzmeldung ein: Explosion im Kesselhaus einer Fabrik, verletzte Personen bergen und Brandbekämpfung durchführen! Die Bereitschaft rückte zu einer Gebäudeübung bei einem Bad Pyrmonter Getränkeabfüllunternehmen aus. Einsatzleiter an diesem Tag war Heiko Buschmann aus Esbeck. Schnell wurden die Löschzüge aufgeteilt und erhielten ihre Aufgaben zugewiesen. Wasserentnahmestelle war die Emmer. Von dort aus mussten zwei 500 Meter lange Schlauchleitungen verlegt werden. Auf dem Fabrikgelände kamen dann zahlreiche Strahlrohre zum Einsatz. Weiterhin wurden verletzte Personen, unter anderem aus dem zweiten Obergeschoss geborgen. Auch die Atemschutzgeräteträger kamen nicht zu kurz. Um einen verqualmten und dunklen Raum zu simulieren, wurden bei den Atemschutzmasken die Sichtscheiben mit Folie zugeklebt. Nun kam es vor allem auf den Tast- und Gehörsinn an. Nachdem die Feuerwehrleute alle ihre Aufgaben erfüllt hatten, wurde die Gebäudeübung beendet. Heiko Buschmann lobte abschließend seine Kameraden: „Die Übungen haben hervorragend geklappt, das war wirklich super!“ Heinrich Heipke bedankte sich noch bei den Gastgebern: „Danke, die Übungen waren sehr gut ausgearbeitet!“ Nun konnten die Feuerwehrleute endlich wieder Richtung Heimatort abrücken. Zufriedenheit herrschte unter den Kameraden über die erfolgreiche Zwei-Tage-Übung, doch einige der 119 Feuerwehrfrauen und -männer sahen noch müde aus, da die Nacht zuvor bei einigen wegen der Kameradschaftspflege etwas zu kurz ausgefallen war.

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