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Letzte Aktualisierung:
23.04.2012

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Kurzchronik

Die Feuerwehr Almstedt um 1890

Die Feuerwehr Almstedt um 1890

Die Freiwillige Feuerwehr Almstedt – Eine kurze Chronik

Bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts war das Feuerlöschwesen noch sehr unvollkommen. Darum wurde von der Landesregierung 1765 die erste Feuerversicherung erlassen, bald darauf 1775 die erste Feuerverordnung. So wurde mit diesen Feuerlöschordnungen versucht, die Löschhilfe zur selbstverständlichen Bürgerpflicht zu erklären und damit die Brandgefahr möglichst einzudämmen.
Aber was konnte mit der damaligen Ausrüstung schon groß bekämpft werden? Sie bestand lediglich aus kleinen Druckspritzen, Feuerhaken, Feuerleitern, Wassertuben und Ledereimern. Die Wirkung war oft nur gering.

Eine Besserung trat erst ein, als im Sommer 1880 unter Vorsitz von A. Bohnhorst die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen wurde. Die Almstedter Freiwillige Feuerwehr war eine der wenigen, die schon damals in den Jahren 1860 bis 1880 im Altkreis Alfeld gegründet worden waren.
Bis dahin war alles auf die Nachbarschaftshilfe oder, wo eine solche bestand, auf die Hilfe der Pflichtfeuerwehr angewiesen. In Almstedt soll vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr eine Pflichtfeuerwehr bestanden haben.
In der Gründerversammlung im Juli 1880 ließen sich 45 Männer als Mitglieder aufnehmen. Die Ursprünge der Gründung gehen schon bis in das Jahr 1879 zurück, verzögerten sich aber durch äußere Einflüsse. Nach schriftlichen Unterlagen von E. Voßhage aus dem Jahre 1884 werden als Gründer genannt: Hermann Uhde, Ernst Voßhage, Konrad Hahn, Heinrich Sandvoß, Karl Bruns, F. Klages, E. Niemann, Heinrich Uhde, C. Pülm, A. Bohnhorst und Karl Uhde.
Die Ausrüstung wurde aus eigenen Mitteln, durch Zuwendungen der Brandkasse sowie aus Spenden der Einwohnerschaft bestritten. So konnte eine Patentfeuerspritze Nr. 2, Uniformen, Helme, Steigergeräte, Druckschläuche und Signalhörner angeschafft werden, die zeitlich der Mannschaftsstärke angepaßt wurden. Opferbereitschaft und Idealismus der Feuerwehrmänner taten das ihre, die Brandgefahren einzudämmen.
Große personelle Lücken wurden durch die beiden Weltkriege in die Almstedter Wehr gerissen, die aber wieder aufgefüllt werden konnten.

Die Freiwillige Feuerwehr Almstedt bei einer Übung im Jahr 1930

Die Freiwillige Feuerwehr Almstedt bei einer Übung im Jahr 1930

Tragkraftspritzen, Fahrzeuge und Technik

Seit 1931 war die Wehr mit einer motorbetriebenen Tragkraftspritze ausgerüstet. Beim damaligen Kreisfeuerwehrverband warnte man aber davor, die alten Handdruckspritzen abzuschaffen, wenn eine Motorspritze angeschafft worden war, weil die neuen motorbetriebenen Spritzen auch ihre "Mucken" haben könnten. So konnten die Handdruckspritzen im Bedarfsfall als Ersatz eingesetzt werden.
Zum 90-jährigen Jubiläumsfest 1970 wurde der Ortswehr ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 übergeben. 14 Jahre später (1984) erhielt eine andere Ortsfeuerwehr diesen Mercedes. Nach Almstedt kam ein Löschgruppenfahrzeug LF 16. Ein Jahr später (1985) erhielt Almstedt ein zweites Fahrzeug, weil Almstedt zweiter Stützpunkt in der Samtgemeinde Sibbesse geworden war. Dieses Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 der Marke Magirus war ein Rundhauber aus dem Jahre 1961.
Zwischendurch war 1981 eine zweite Sirene in Almstedt errichtet und an die Funkalarmierung angeschlossen worden. Diese Sirene fand Platz auf dem Dach von Albert Seegers.
Das LF 16 wurde 1985 gegen ein gebrauchtes LF 8 ausgetauscht. Der leucht-orange Unimog mußte allerdings bereits 1987 aus Sicherheitsgründen ausgemustert werden.
So kam dafür als Ersatz ein zweiter Magirus-Rundhauber nach Almstedt. Der 1963 gebaute Wagen war ein Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS. Zwischendurch war ein Tragkraftspritzenanhänger zum „Feuerwehranhänger Öl“ umgerüstet worden. Neun Alarmempfänger erhielt die Ortsfeuerwehr Almstedt im Jahr 1988.
Am 15. Dezember 1991 überreichte Gemeindebrandmeister Burckhard Kammer der Almstedter Wehr eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 mit Elektro-Starter. Die alte TS, die über 30 Dienstjahre hinter sich hatte, war im Laufe des Jahres ausgefallen. Im Juni 1993 wurde das TLF 16/25 stillgelegt. Nach Almstedt kam als Ersatz im August 1993 ein kleiner Mercedes-Benz. Dieses TLF 8 S (Baujahr 1972) war bis Juli 2005 in Almstedt stationiert und wurde im Juli 2005 durch ein nagelneues TLF 16/24 ersetzt. Dieser Iveco Magirus (Iveco 100 E 21 / EuroFire) konnte von der Samtgemeinde Sibbesse nur angeschafft werden, weil die Ortsfeuerwehr Almstedt mittels Spenden aus der Bevölkerung und von Kameraden einen finanziellen Zuschuß einbrachte. Das neue TLF 16/24 hat ein zul. Gesamtgewicht von 10,5 t, der Motor leistet 154 kW und kann den Wagen auf 96 km/h beschleunigen. Das mittlerweile 33 Jahre alt gewordene LF 16-TS wurde im November 1996 ausgemustert. Als Nachfolger kam ein Löschgruppenfahrzeug LF 16. Dieser 1980 gebaute MAN versieht immer noch seinen Dienst bei den Almstedter Blauröcken. Ein gebrauchter TSA wurde Anfang der 90er Jahre angeschafft, repariert und frisch gestrichen. Er steht seither als Tragkraftspritzenanhänger mit im Feuerwehrgerätehaus. Der „Feuerwehranhänger Öl“ wurde auf Grund von „Altersschwäche“ zwischenzeitlich entsorgt.

Das TLF 8S (Baujahr 1972) war von 1993 bis 2005 in Almstedt stationiert

Das TLF 8S (Baujahr 1972) war von 1993 bis 2005 in Almstedt stationiert

Jugend- und Damengruppe

Am 10. Juli 1964 wurde die Jugendgruppe und am 10. November 1980 die Damengruppe gegründet. Die Jugendgruppe besteht immer noch aus Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren. Anfang 2007 gehörten 10 Jugendliche, davon 2 Mädchen, der Jugendfeuerwehr an. Im September 2004 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 40-jähriges Bestehen mit Wettkämpfen, Kinderbelustigung und einem kleinen Festakt. Die Damengruppe bestand anfangs aus elf Kameradinnen, die von Detlef Erhardt ausgebildet wurden. Alle Damen nahmen 1981 an einem Grundlehrgang teil. Viele weitere Lehrgänge wurden später noch besucht. Allerdings schrumpfte die Gruppe nach und nach auf nur drei Kameradinnen zusammen. Die Damengruppe wurde schließlich Mitte 1992 aufgelöst. Zur Zeit ist Annette Warczok Jugendwartin. Zwei weitere Damen gehören der aktiven Gruppe an.       

Die Jugendfeuerwehr Almstedt 1966

Die Jugendfeuerwehr Almstedt 1966

Die Jugendfeuerwehr Almstedt 1995

Die Jugendfeuerwehr Almstedt 1995

Das neue Gerätehaus

Im März 1984 konnte nach jahrelangem Kampf endlich mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses begonnen werden. Nach nur achtmonatiger Bauzeit wurde der Neubau im November 1984 eingeweiht. Fast alle Arbeiten waren in Eigenleistung erbracht worden. Das Feuerwehrhaus besteht aus zwei Fahrzeugboxen und einem kleinen separaten Raum. In der Sporthalle stand anfangs den Feuerwehrleuten ein Dorfgemeinschaftsraum für 50 Personen für Ausbildungszwecke zur Verfügung. Seit Januar 1993 steht der Dorfgemeinschaftsraum nicht mehr bereit, da dort ein Kindergarten eingerichtet worden ist. Trotz intensiver Bemühungen gelang es der Wehr nicht, einen Ersatzraum zu finden. 1995 beantragte die Ortsfeuerwehr erneut einen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus. Da die Samtgemeinde Sibbesse jedoch nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung stellen konnte, wurde dieser Antrag abgelehnt. Im Juli 2000 stellte das Kommando wieder einen Antrag, das Gerätehaus zu vergrößern. Benötigt wird ein Gruppenraum sowie sanitäre Anlagen. Dieser Vorgang ist zur Zeit immer noch in Bearbeitung, eine konkrete Entscheidung seitens der Samtgemeinde läßt noch auf sich warten. Der Bedarf eines Anbaus wurde vom Feuerwehrausschuß und vom Samtgemeinderat zwar bestätigt, doch auch andere Bauvorhaben von Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Sibbesse stehen noch auf der Warteliste. Weder zu der Reihenfolge der Baumaßnahmen noch zu einer verbindlichen Terminierung haben sich Verwaltung und Politik geäußert.

Wohnhausbrand in Almstedt am 7. April 2006

Wohnhausbrand in Almstedt am 7. April 2006

Besondere Einsätze / Großbrände

Besondere Ereignisse waren das Hochwasser der Alme am 4. Mai 1933 sowie später verschiedene ausgebrochene Waldbrände. Im Oktober 1969 vernichtete das Feuer eine Scheune und den Stall des Landwirts Helmut Piel. Ebenfalls eine Scheune und der Stall des Landwirts Herbert Mushardt wurden im September 1970 vom Feuer vernichtet. Das Wohnhaus von Helmut Wallner brannte im Dezember 1973 vollkommen aus. Dieser Brand mußte bei -16°C Kälte bekämpft werden. Im Januar und Februar 1974 wurde die Wehr zweimal zu Bränden in die Werkstatt des Dachdeckers Werner Siedentopf gerufen. Eine Jagdhütte brannte im Februar 1978 ab. Im Mai 1985 und am Silvestertag 1986 mußten nach einem Unwetter mehrere Keller ausgepumpt werden. Hierbei waren jeweils 30 Kameraden acht Stunden im Einsatz. Im Februar 1989 wurde die Almstedter Wehr zu einem Verkehrsunfall gerufen. Der PKW war total ausgebrannt, die drei Insassen konnten nur noch tot geborgen werden. Zwei Großbrände gab es 1989 auch noch: Nach einem Blitzschlag im Juni brannte die Scheune des Landwirts Alfred Pape in Sellenstedt. Im September 1989 wurde durch Brandstiftung ein unbewohntes Haus mit Scheune (ehemals P.Reichel) an der Hauptstraße stark zerstört. Durch den schnellen Einsatz der Tanklöschfahrzeuge aus Almstedt und Sibbesse konnte am 2. August 1990 ein Waldbrand bei Petze verhindert werden. Das Wohnhaus von Familie Haschke brannte am 23.04.1992. Die Almstedter Kameraden wurden nach der erfolgreichen Brandbekämpfung von der Versicherung gelobt, weil nur ein geringer Wasserschaden entstanden war. Im August 1992 war durch einen Blitzschlag eine Scheune in Sibbesse in Brand geraten. Die Almstedter Feuerwehrkameraden waren mit beiden Fahrzeugen zur Brandbekämpfung ausgerückt. Aber auch zu einigen Hochwassereinsätzen mußten die Almstedter Blauröcke in den vergangenen Jahren ausrücken. So waren Silvester 1993/Neujahr 1994 die Feuerwehrleute unterwegs, weil der Wasserstand der Alme für Überschwemmungen sorgte. Einen weiteren Brandeinsatz hatte die Ortsfeuerwehr Almstedt am 17. Juni 1997 zu bewältigen. Durch Brandstiftung brannte die Scheune von Landwirt Piel (Hauptstraße / früher Scheune von August Wunstorf). Hier waren insgesamt 116 Feuerwehrleute vor Ort.
Der Einsatzschwerpunkt zu Pfingsten 1997 lag nach außergewöhnlich starken Regenfällen in Sibbesse und Hönze. Dort mußten riesige Wasser- und Schlamm-Mengen beseitigt werden.
Insgesamt 26 Almstedter Feuerwehrmänner waren am 1. November 1998 über 7 Stunden im Einsatz. Die Alme war über ihre Ufer getreten. Mit Sandsäcken versuchten die Feuerwehrleute gemeinsam mit der Bevölkerung die Wassermassen
einzudämmen. 1999 mußte die Ortsfeuerwehr Almstedt zu sechs Brandeinsätzen ausrücken. Die größten Brände waren dabei der Scheunenbrand bei Wolfgang Wennigsen-Heipke am 5. Mai, der Entenstallbrand am 11. August bei Heinrich Reiners und der Scheunenbrand bei Dieter Möker am 4. September. Die Scheunen von Möker und Wennigsen-Heipke wurden völlig zerstört. Die Brandstifter konnten zwischenzeitlich ermittelt werden. Vom 23.08. bis 25.08.2002 waren 10 Almstedter Kameraden zum Elbehochwassereinsatz im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Sie leisteten bei diesem Hilfeleistungseinsatz der Feuerwehrbereitschafft 2 jeweils 56,5 Stunden Dienst. Am 17. August 2004 wurde die Ortsfeuerwehr Almstedt zu einem Großbrand nach Lamspringe gerufen. Die Firma Schwarze brannte vollkommen nieder. Das Almstedter Tanklöschfahrzeug war von 03.20 Uhr bis 09.20 Uhr im Einsatz. Zu einem großen Strohmietenbrand in Eberholzen rückten am 5. September 2004 20 Kameraden aus. Bei einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person am Ortsausgang in Richtung Segeste am 19. September 2004 waren die Almstedter Kameraden vormittags 1,5 Stunden im Einsatz. Der PKW war durch den Aufprall gegen einen Baum völlig zerstört worden. Mehrere größere Brände galt es im Jahr 2006 zu bekämpfen. Bereits am 6. Januar 2006 waren 18 Almstedter Feuerwehrleute von 22.09 Uhr bis 03.09 Uhr damit beschäftigt, ein Wohnhaus in Westfeld zu löschen. Das Brandobjekt wurde zwar durch das Feuer vollkommen zerstört, doch die Nachbarhäuser konnten gerettet werden. Am 4. Februar 2006 wurde nachts eine Scheune in Hönze gelöscht. In Almstedt gab es am 7. April 2006 einen Großbrand. Ein Werkstatt- und Stallgebäude an der Hauptstraße von Landwirt Dieter Möker brannte lichterloh. Die Almstedter Feuerwehrleute waren von 01.58 bis 10.00 Uhr (einschließlich Brandwache) vor Ort. Zahlreiche andere Wehren aus der Samtgemeinde sowie einige Kameraden aus Bad Salzdetfurth (u.a. mit der Drehleiter) waren im Einsatz. Am 9. April 2006 wurde für die Wehren der Feuerwehrbereitschaft 2 der Voralarm ausgelöst. Wegen des Elbe-Hochwassers mußten sich die Brandschützer der FB 2 bereit halten. Ein Einsatz erfolgte dann allerdings doch nicht, weil sich die Situation an der Elbe besserte und zuvor bereits andere Kreisbereitschaften eingesetzt wurden. 21 Feuerwehrleute rückten am 27. Juli 2006 zu einem Scheunenbrand nach Sibbesse aus. 2 Stunden lang wurde dort gelöscht. In den vergangenen Jahren wurde die Wehr auch immer wieder zu technischen Hilfeleistungen gerufen. Bei diesen Einsätzen geht es überwiegend um das Abstreuen von Öl- und Dieselspuren sowie um die Beseitigung von umgestürzten Bäumen. Aber auch zu Verkehrsunfällen werden die Feuerwehrleute regelmäßig gerufen. In den vergangenen Jahren waren durchschnittlich 10 Einsätze jährlich von den Almstedter Feuerwehrkameraden zu bewältigen.

Ausbildung

1920 wurde beschlossen, alle Aktiven bei der Brandkasse zu versichern. Erste Besprechungen über Sanitätslehrgänge fanden schon 1929 statt. Seit den sechziger Jahren absolvierten immer mehr Kameraden die Grundlehrgänge. Weitere Lehrgänge zum Funker, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger wurden seither von vielen Feuerwehrleuten besucht. Auch an Führungslehrgängen der Landesfeuerwehrschule in Celle nahmen etliche Kameraden erfolgreich teil. Eine Gruppe aus Almstedt ist in der Feuerwehrbereitschaft 2 des Landkreises aktiv dabei. Außerdem wurden zwischenzeitlich einige Kameraden im Rettungszug der Deutschen Bahn AG ausgebildet oder wurden in das Erden der Hochspannungsleitungen der Schnellfahrstrecke eingewiesen.

Jubiläumsfeste

Die Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehr Almstedt wurden stets gebührend gefeiert. In guter Erinnerung ist sicherlich noch vielen Mitbürgern das große Zeltfest anläßlich des 100-jährigen Bestehens im Jahr 1980. Am Festumzug nahmen 54 Vereine teil. 11 Jahre später feierte die Ortsfeuerwehr gemeinsam mit dem MGV „Concordia“ Almstedt wiederum ein großes Zeltfest (22.06. bis 24.06.1991). Die Freiwillige Feuerwehr feierte ihr 111-jähriges Bestehen, der MGV sein 125-jähriges Gründungsjubiläum. 80 Vereine bildeten damals einen bunten Festumzug durch Almstedt. Anläßlich des 125-jährigen Bestehens hatte die Ortsfeuerwehr Almstedt vom 25.06. bis 27.06.2005 die Bevölkerung zu einem dreitägigen Zeltfest eingeladen. Beim Kommers waren 22 Vereine sowie unzählige Bürger und Freunde zu Gast. Am Festumzug nahmen 62 Gruppen teil, davon 11 Kapellen und Musikzüge. Aber auch der Kinderumzug sowie das Katervesper am letzten Festtag waren sehr gut besucht. Das Fest war so hervorragend gelungen, weil alle Kameraden und unzählige Mitbürger und Freunde halfen und sich stark engagierten. Als Dankeschön lud das Ortskommando alle Helfer zu einer Helfer-Party am 10. September 2005 ein. Auch an diesem Tag wurde wieder kräftig gefeiert.

Auch der Kinderumzug am 27.06.2005 war sehr gut besucht

Auch der Kinderumzug am 27.06.2005 war sehr gut besucht

Die Wehrführer

Die heutigen Ortsbrandmeister wurden früher als Gemeindebrandmeister und davor als Hauptmänner bezeichnet. Der heutige Titel Gemeindebrandmeister hieß zuvor Unterkreisbrandmeister.

Ortsbrandmeister waren in Almstedt bisher:

August Bohnhorst (1880 bis 1884)

Karl Uhde (1884 bis 1900)

Ernst Voßhage (1900 bis 1930)

Karl Schaper (1930 bis 1933)

Heinrich Piel (1933 bis 1939)

Albert Bolm (1939 bis 1945)

Heinrich Lauenstein (1945 bis 1949)

Robert Steinborn (1949 bis 1958)

Reinhart Hahn (1958 bis 1979)

Burckhard Kammer (1979 bis 1987)

Fred Löffler (1987 bis 1989)

Detlef Erhardt (1989 bis 1990 / kommissarisch eingesetzt)

Karl-Heinz Uhde (1990 bis 2002)

Uwe Bode (2002 bis 2006)

Carsten Uhde (seit Juni 2006)

JHV2008_CU-AW

Ortsbrandmeister Carsten Uhde (rechts) und seine Stellvertreterin Annette Warczok
leiten zur Zeit die FF Almstedt

Die Ortsfeuerwehr Almstedt heute

Da Almstedt ein Feuerwehrstützpunkt ist, sind zwei Fahrzeuge stationiert: Das Löschgruppenfahrzeug LF 16 der Marke MAN (Modell 11-168) wurde 1980 gebaut und ist seit 1996 in Almstedt. Es bietet neun Feuerwehrleuten Platz, wiegt 11,5 Tonnen, hat eine Motorleistung von 124 kW (168 PS) und führt 800 Liter Löschwasser mit. Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 der Marke Iveco Magirus (Iveco 100 E 21 / EuroFire) kam im Juli 2005 nach Almstedt. Es besitzt Allradantrieb. Der Dieselmotor leistet 154 kW (210 PS) und kann das 10,5 t schwere Löschfahrzeug auf 96 km/h beschleunigen. 3 Feuerwehrleute haben Platz im TLF 16/24, das 2400 l Löschwasser mit sich führen kann. Die Tragkraftspritze TS 8/8 von Rosenbauer (Typ FOX) kam 1991 als Neugerät nach Almstedt. Sie leistet 34 kW (46 PS) und wiegt 152 kg. Die Kreiselpumpe kann im Lenzbetrieb bis zu 2100 Liter Wasser pro Minute fördern, die angegebene Normalleistung beträgt 800 Liter pro Minute bei 8 bar. Für die TS 8/8 steht ein Tragkraftspritzenanhänger im Gerätehaus. Außerdem ist die Almstedter Wehr mit fünf PA-Geräten (Preßluftatmern), einem Stromerzeuger, einer Motorsäge sowie einer langen Ölsperre für Gewässer ausgestattet.
Der Mitgliederstand betrug im Dezember 2010 insgesamt 227 Personen. Davon wurden 39 als aktive Kameraden geführt, 13 gehörten der Jugendfeuerwehr an, 10 waren in der Altersabteilung und 16 waren Ehrenmitglied. Die verbleibenden Personen sind fördernde Mitglieder.
Die Freiwillige Feuerwehr in Almstedt ist ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Neben dem ehrenamtlichen Feuerwehrdienst zum Schutze und Wohle der Bürger helfen die Kameraden auch stets bei Veranstaltungen im Ort und unterstützen somit andere Vereine und Organisationen. Engagement, Motivation und Einsatzbereitschaft kennzeichnen den nicht immer ungefährlichen Dienst der freiwilligen Helfer zu jeder Zeit.

(Chronik zusammengestellt von Thomas Sobotta im März 2005. Quelle: alte Festzeitschriften und Protokollbücher / Letzte Überarbeitung: Februar 2007)

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